Model S: Besuch am Supercharger

28.2.2015

Tesla hat vor zwei Jahren damit begonnen, auch in Deutschland - meist auf Autobahnraststätten - Ladestationen - genannt Supercharger - für Tesla-Fahrzeuge aufzubauen. Dabei verfügt jede dieser Stationen über mehrere, teils bis zu sechs Ladesäulen.

 

Einen solchen Supercharger habe ich heute in Erlensee bei Hanau (Hessen) ausprobiert.

 

Ich war mit einem Model S 85 unterwegs. Die noch verbliebene Ladung reichte für ca. 50 km. Über das Navi des Model S, welches über den Menüpunkt Hotspots auch zu einem Menüeintrag Supercharger führt, war die nächste Station mit nur einem Tipp auf dem Touchscreen programmiert. Die Fahrt über knapp 30 km war damit ein Kinderspiel.

 

Das Navi geleitete mich direkt bis an den Supercharger heran. Keine der Ladesäulen war belegt. Also rückwärts an eine rangefahren, über den großen Touchscreen des Wagens das Charging-Menü aufgerufen, dann durch einen kurzen Touch aufs Display das Ladetürchen geöffnet und nur noch den Ladestecker des Superchargers in den Ladeport eingesteckt.

 

Nach wenigen Sekunden blinkten die hinter dem Ladeport angebrachten LEDs grün auf, der Ladevorgang hatte also begonnen.

 

Der Wagen kannte die technischen Daten dieses Superchargers, denn auf dem Touchscreen war die Wahloption für die Ladestärke (in Ampere) nicht anwählbar. Stattdessen zeigte das Display bereits an, mit wieviel Ampere die Akkus geladen wurden. Ich traute meinen Augen nicht: Anfangs stand da ein Wert von über 330 A. Zum Vergleich: Der Strom, der in der Garage aus der Steckdose kommt, hat bei 240 V in der Regel nur eine Stromstärke von 16 A zu bieten.

 

Bei dieser "Pressbetankung" konnte ich zunächst direkt auf dem Display mitverfolgen, in welcher Windeseile der Strom in die Akkus floss. Die Geschwindigkeit reduzierte sich mit zunehmender Aufladung - genau so, als bohre man in einen wassergefüllten Eimer am unteren Rand ein Loch, und aus dem Loch fließt mit abnehmendem Druck das Wasser immer langsamer heraus. Diese Verlangsamung hat technische Gründe.

 

Der Stromfluss jedenfalls verlangsamte sich kontinuierlich, aber nach ca. 35 Minuten waren knapp 80% des Akkus geladen. Zwischenzeitlich hatte ich ein paar Fotos geschossen, die Zeitung gelesen, im Raststättenrestaurant einen Cappuccino getrunken und kurz meine Mails gecheckt. Alles in allem sehr kurzweilig.

 

Ich war also nach einer guten halben Stunde fertig, die Reichweite betrug wieder 360 km. Stecker ab, eingestiegen, und wieder losgedüst.

 

Fazit: Die Benutzung des Superchargers ist ein Kinderspiel, einfacher geht's nicht. Und schneller wohl auch nicht. Und das alles ist für die Tesla-Besitzer vollkommen kostenlos. OK, ist natürlich im satten Anschaffungspreis schon mit abgegolten. Trotzdem hat's mich gefreut.

 

Jetzt fehlt nur noch, dass die Stationen auch für meinen Tesla Roadster nutzbar gemacht werden. Dann ist mein Glück vollkommen. ;-)

 

Tesla, Model S, Elektromobilität, Elektroauto, Beschleunigung, Oberklasse, Zukunft, sauber

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